Verein Haus der Natur - Museum für Natur und Technik
Ihn gibt es sogar als Emoticon (🦤) - der Dodo. Der plump wirkende, flugunfähige Riesenvogel fasziniert bis heute. Leider war er knapp 100 Jahre nach seiner Entdeckung bereits ausgestorben.
Heute gibt es weltweit nur noch wenige teilweise erhaltene Skelette der Riesentaube. Das Haus der Natur Salzburg besitzt eines davon, das vor kurzem im Computertomographen vollständig gescannt wurde. Um den Museumsbesuchern die Möglichkeit zu geben, dieses einzigartige Exponat virtuell zu erkunden und mehr über dieses erstaunliche Tier zu erfahren, haben wir eine interaktive 3D-Applikation entwickelt.
Im Haus der Natur - Salzburgs beliebtestem Museum - wird auf über 7.000 m² die Natur von ihrer spannendsten Seite gezeigt. Im Rahmen der Sonderausstellung "Birds", in der die wunderbaren Werke der Künstlerin Nikola Irmer zu sehen sind, darf natürlich auch der Dodo nicht fehlen. Neben dem Original-Skelett des Vogels bietet unsere 3D-Touch-Applikation eine Fülle von Zusatzinformationen und multimedialen Inhalten.

Ein ungewöhnlicher Patient
Der Scan des Dodo-Skeletts mit dem Computertomographen in der Salzburg Landesklinik lieferte sehr detaillierte und damit umfangreiche Datensätze. Zudem liegen die Daten in einem volumetrischen Format vor: Sie enthalten das gesamte Volumen des gescannten Bereichs. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, auch das Innere von Knochen zu betrachten. Was in der Medizin unerlässlich ist, wäre für eine interaktive Echtzeitdarstellung des Scans nicht von Vorteil. Daher wurde in einem ersten Arbeitsschritt ein Oberflächenmodell erzeugt. Anschließend mussten Stütz- und Störelemente entfernt werden. Zuletzt wurde die Anzahl der benötigten Polygone optimiert.

Räumliche Navigation
Die Informationsarchitektur besteht aus zwei Teilen: Über Hot Spots direkt am Skelett soll der Besucher kurze kontextbezogene Zusatzinformationen erhalten. Darüber hinaus können auf sechs Detailseiten ausführliche Informationen sowie Grafiken und Fotos zu verschiedenen Aspekten des Dodos abgerufen werden. Um die Wirkung des zentralen Modells des Dodo-Skeletts nicht zu stören, wurde auf ein klassisches Menü für die Detailseiten verzichtet. Stattdessen kann der Benutzer über Fenstern, die räumlich um das Skelett angeordnet sind zu den Detailseiten navigieren.


Teil des Gesamtbildes
Das Design der Anwendung sollte sich harmonisch in das Gesamtbild der Sonderausstellung einfügen. Die Verwendung von malerischen Texturen und abstrakten Pinselstrichen verleiht der Applikation einen handgemachten Look. Farben und Schriften wurden auf die grafische Gestaltung der Ausstellung abgestimmt und runden das Bild ab.
Mit dieser interaktiven 3D-Anwendung wird die Ausstellung auf unterhaltsame Weise um vertiefende Informationen bereichert. Unser hoher Anspruch an Design und Performance garantiert dem Besucher ein fesselndes Erlebnis.



